Fördermöglichkeiten für Sie und Ihre Mitarbeiter*innen
Gute Personalarbeit und Weiterbildung ist gerade aktuell vor den Entwicklungen in der Arbeitswelt und auf dem Arbeitsmarkt essentiell wichtig. Einerseits steigen die Anforderungen an Ihre Mitarbeiter durch den technologischen Wandel und andererseits finden Sie auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr ausreichend viele und gut qualifizierte Mitarbeiter. Nutzen Sie die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten bei der Einstellung und Weiterbildung und investieren Sie damit in die Zukunft Ihres Betriebes.
Hier eine Übersicht über Fördermöglichkeiten bei der Einstellung neuer Mitarbeiter*innen und der Qualifizierung Ihrer Belegschaft:
Bitte beachten Sie, dass Förderinstrumente laufend überarbeitet werden, Rahmenbedingungen sich verändern und auch neue Instrumente hinzukommen. Einen immer aktuellen Überblick über alle Förderinstrumente der Agentur für Arbeit inklusiver aller Antragsformulare und der Möglichkeit der Online-Beantragung finden Sie hier >>
Gehaltszuschuss bei Neueinstellung: der Eingliederungszuschuss
Sie haben eine offene Stelle und eine Bewerberin oder einen Bewerber, die oder der gut zu Ihrem Betrieb passt, aber die Einarbeitung wird zunächst mehr Zeit brauchen? Dann kann der Eingliederungszuschuss helfen. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter übernehmen für begrenzte Zeit einen Teil des Arbeitsentgelts. So gewinnen Sie Zeit, Ihr neues Teammitglied in Ruhe einzuarbeiten, und geben einem Menschen eine echte Chance auf dauerhafte Beschäftigung.
Wann ist der Zuschuss möglich?
- Sie stellen eine arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldete Person ein oder jemanden, der Grundsicherungsgeld bezieht.
- Zu Beginn ist eine geringere Arbeitsleistung zu erwarten, sodass die Einarbeitung länger dauert als betriebsüblich.
- Die Vermittlung in eine ungeförderte Beschäftigung ist aus persönlichen Gründen erschwert, zum Beispiel durch gesundheitliche Einschränkungen oder längere Zeiten der Arbeitslosigkeit.
- Die Stelle ist sozialversicherungspflichtig. Auch Teilzeit ist möglich.Wie hoch ist die Förderung, und wie lange läuft sie? Höhe und Dauer richten sich nach dem Einzelfall. Je länger und aufwendiger die Einarbeitung, desto höher kann die Förderung ausfallen.
Im Regelfall gilt:
| Personengruppe | Förderhöhe | Förderdauer |
| Regelfall | bis zu 50 Prozent des Arbeitsentgelts | bis zu 12 Monate |
| Beschäftigte ab 55 Jahren | im Einzelfall | bis zu 36 Monate (Regelung befristet bis 31.12.2028) |
| Menschen mit Behinderung oder Schwerbehinderung | bis zu 70 Prozent, nach 12 Monaten verringert sich der Zuschuss | bis zu 24 Monate |
| Besonders betroffene schwerbehinderte Menschen | im Einzelfall |
Das sollten Sie wissen
- Rechtzeitig beantragen: Der Antrag muss gestellt sein, bevor Sie den Arbeitsvertrag abschließen.
- Weiterbeschäftigung: Nach Ende der Förderung beschäftigen Sie die Person in der Regel so lange weiter, wie die Förderung gedauert hat, höchstens 12 Monate. Beenden Sie das Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund, kann ein Teil des Zuschusses zurückgefordert werden.
- Kein Rechtsanspruch: Ob und in welcher Höhe gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Eine betriebsübliche Einarbeitung wird nicht gefördert.
- Nicht möglich ist die Förderung zum Beispiel, wenn Sie ein bestehendes Arbeitsverhältnis beenden, um die Stelle neu zu besetzen, oder wenn die Person in den letzten vier Jahren länger als drei Monate sozialversicherungspflichtig bei Ihnen beschäftigt war.
Unser Angebot an Sie:
Passt der Eingliederungszuschuss zu Ihrer Stelle? Wir klären gemeinsam mit Ihnen die Voraussetzungen, besprechen den richtigen Zeitpunkt für den Antrag und begleiten Sie bei den nächsten Schritten, mit möglichst wenig Bürokratie für Sie. Sprechen Sie uns an, bevor Sie den Arbeitsvertrag unterschreiben.
Kontakt: 040 35905-900 oder info@lueued.de
Praktikum (Maßnahme beim Arbeitgeber)
Ein gewisses Maß an Unsicherheit gehört bei einer Neueinstellung sicherlich immer dazu, um diese aus dem Weg zu räumen gibt es die Probezeit. Sind Sie aber sehr unsicher ob ein*e Bewerber*in zu Ihnen passt, können Sie ein Praktikum anbieten. Das hilft beiden Seiten sich kennenzulernen und einen Einblick in den Betrieb und die Arbeit zu bekommen.
WER: Arbeitslose, Ausbildungsplatzsuchende oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen.
WAS: Probearbeiten ist bis max. 6 Wochen möglich. Ihr pot. Mitarbeiter erhält weiterhin Sozialleistungen, es ist keine Vergütung erforderlich. Kostenübernahme zusätzlicher Kosten wie Fahrtkosten, Arbeitskleidung usw.)
HINWEISE: Antrag muss vor Beginn des Probearbeitsverhältnisses durch die Agentur für Arbeit/Jobcenter genehmigt werden.
Probebeschäftigung
Für eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit gibt es unterschiedliche Gründe. Geben Sie auch langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance. Finanzielle Unterstützung können Sie als Arbeitgeber im Rahmen des Teilhabechancengesetzes beantragen.
WER: Langzeitarbeitslose sowie Jugendliche unter 25 Jahren mit schweren Vermittlungshemmnissen
WAS: Probearbeiten ist bis max. 3 Monaten möglich. Ihr pot. Mitarbeiter erhält Gehalt von Ihnen, das bis zu 100% vom JC gefördert werden kann (Ermessensleistung). Kostenübernahme zusätzlicher Kosten (Fahrtkosten, Arbeitskleidung usw.).
HINWEISE: Antrag muss vor Beginn des Probearbeitsverhältnisses durch die Agentur für Arbeit/Jobcenter genehmigt werden.
Qualifizierungschancengesetz
Stärken Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Betriebes und qualifizieren Sie Ihre Beschäftigten zu Fachkräften. Durch das Qualifizierungschancengesetz können Sie finanziell entlastet werden, sowohl für die Kosten der Weiterbildung als auch die Lohnkosten.
WER: Die Weiterbildung von Beschäftigten im Betrieb (geringqualifizierte, ältere und vom Strukturwandel bedrohte Arbeitnehmer)
WAS: Übernahme der Kosten für die Weiterbildung und Bezuschussung des Arbeitsentgelts in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße. Die Bezuschussung reicht von 100% Lohnkostenerstattung bei bis zu 10 Beschäftigen bis zu 50% bei bis 250 Beschäftigte.
HINWEISE: Die Weiterbildung muss einen Zeitrahmen von mindestens 120 UE umfassen und bei einem zertifizierten Weiterbildungsträger durchgeführt werden. Die Antragstellung muss vor Beginn der Weiterbildung erfolgen.
Weitere Informationen zur Förderung von z. b. Auszubildenden, Menschen mit einer Behinderung oder Geflüchtete hier >>
Weiterbildungsbonus PLUS
Mit dem Hamburger Weiterbildungsbonus PLUS können berufliche Fortbildungen im Handwerk mit bis zu 75%, max. 1.000 €. finanziell gefördert. Beantragt werden kann diese Förderung von Arbeitnehmer*innen im Handwerk, die in Hamburg leben oder arbeiten. Aber auch Sie als Betrieb profitieren von diesem Instrument. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden, so können Sie Zukunftsthemen wie die Digitalisierung und die Fachkräfteentwicklung mit finanzieller Unterstützung gemeinsam vorantreiben.
Für eine Beratung und die Antragstellung des Weiterbildungsbonus wenden Sie sich bitte an 2 P PLAN:PERSONAL gGmbH. Weitere Informationen zum Weiterbildungsbonus und die Kontaktdaten finden Sie hier >>
WER: Beschäftigte und Inhaber des Handwerks mit Erstwohn- und/oder Geschäftssitz
in Hamburg.
WAS: Beruflich/Unternehmerisch notwendige Weiterbildungen. Übernahme der Weiterbildungskosten bis zu 75%, max. 1.000 €. Im Einzelfall kann die Förderung auch höher ausfallen.
HINWEISE: Antrag muss vor Beginn der Weiterbildung eingehen. Die Weiterbildung muss mindestens 8 Zeitstunden umfassen. Die Co-Finanzierung kann sowohl durch den Betrieb, als auch die/den Beschäftigte/n erfolgen.